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Deutschland und Nicaragua: Bilaterale Beziehungen

19.11.2019 - Artikel

Zwischen Deutschland und Nicaragua besteht seit Jahrzehnten eine enge Freundschaft. Dies geht zurück auf die Solidaritätsbewegungen in Ost- und Westdeutschland in den 1980er Jahren, als in Nicaragua Bürgerkrieg herrschte. Getragen durch 30 Städtepartnerschaften und intensive Entwicklungszusammenarbeit hält das gute Verhältnis zwischen den Gesellschaften bis heute an.

Geschichtlich sind beide Länder bereits durch die deutsche Einwanderung im 19. Jahrhundert verbunden. Bis heute ist dieser deutsche Einfluss gerade in der Kaffee-Region im Norden des Landes spürbar. Rund 1.500 Deutsche leben in Nicaragua und einige hundert Nicaraguaner in Deutschland.

Neben der Deutschen Botschaft sind in Nicaragua die bilaterale Außenhandelskammer, eine bilinguale Deutsche Schule, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Friedrich-Ebert-Stiftung sowie zahlreiche deutsche Nichtregierungsorganisationen präsent.

Bis zum Ausbruch einer politischen Krise im April 2018 mit zahlreichen Toten und Verletzten entdeckten immer mehr deutsche Touristen das Land der Seen und Vulkane als Reiseziel. Im Jahr 2017 besuchten rund 18.000 Deutsche Nicaragua. Die deutschen Firmen Ritter-Sport und Dräxlmaier gehören zu den größeren Arbeitgebern des Landes.

Deutschland ist mit insgesamt einer Milliarde Euro bisher einer der größeren bilateralen Geber in der Entwicklungszusammenarbeit.  Die staatliche Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Nicaragua fokussiert sich auf den Schwerpunkt Wasser. Im Rahmen von Regionalprogrammen fördert Deutschland zudem den Ausbau erneuerbarer Energien.

Die Bundesregierung trägt auch zur Finanzierung der Arbeit von multilateralen Institutionen in Nicaragua bei. Die Deutsche Schule Managua gilt als eine der besten Schulen des Landes.

Darüber hinaus wird die Freundschaft zwischen Deutschen und Nicaraguanern von einer Vielzahl privater Initiativen wie einiger „Nicaragua-Vereine“ in Deutschland oder der deutsch-nicaraguanischen Kulturinitiative ICAN in Managua gepflegt.

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